Druckentwässerung ist ein spezielles Fördersystem für Gebiete mit weit auseinander liegenden Anfallstellen (Häusern), speziell im ländlichen Raum. Der Einsatz kann vorteilhaft sein, wenn ein normales Kanalsystem wegen zu großer Entfernungen, Kanal-Übertiefen o.ä. zu einem zentralen Punkt hin nicht realisierbar ist.

Von der Gemeinde wird üblicherweise eine Druckleitung verlegt mit Anschlüssen bzw. Abzweigungen auf die einzelnen anzuschließenden Grundstücke.

Am Anfang einer solchen Leitung bzw. eines Leitungsnetzes wird eine Druckluftspülstation errichtet.

Die einzelnen Anlieger bekommen ein kleines Schachtpumpwerk, das normalerweise aus einer Tauchmotorpumpe mit Schneidvorsatz, der zugehörigen Verrohrung und der elektr. Steuerung besteht.

Während die Gemeinde lediglich die Abwasserdruckleitung mit Spülstation bereitstellt, liegen Erwerb und Unterhalt der einzelnen Stationen bei den Anliegern.

Die Einsatzgrenzen werden in der Regel vom manometrischen Gegendruck bestimmt, der sich aus dem Gesamtsystem (Hgeo + HR) ergibt und dem maximal mit einem bestimmten Pumpentyp erreichbaren Höchstdruck bei annehmbarer elektrischer Leistung des Antriebsmotors bewältigt werden kann. Zur Vermeidung des Fäulnisprozesses sind Druckluftspülstationen erforderlich.

In vielen Bedarfsfällen kann mit unserem pneumatischen Förderprinzip eine gesamtwirtschaftlich bessere Lösung erreicht werden. Insbesondere auch deswegen, weil Errichtung und Betrieb in einer Hand liegen und die kommunale zentrale Bewirtschaftung zumeist besser ist gegenüber einer letztendlichen ‚Verzettelung‘ von Zuständigkeiten.