Mit dem (früher häufiger angewandten) Lufteinperlverfahren kann die zumeist versprochene Verbesserung der Abwasserqualität fast nie erreicht werden.

Größere Pumpstationen mit Tauchmotor- oder trocken aufgestellten Pumpen werden mit einem kleinen, zumeist 1,5 kW-Kompressor ausgestattet. Dieser Kompressor mit sehr geringer Luftleistung arbeitet parallel zur Pumpe.

Wegen der geringen Luftmenge wird keine Beschleunigung der Abwassersäule in der Druckleitung erreicht, wie sie zur Reinigung und zur Vermeidung von Ablagerungen erforderlich wäre. Vielmehr steigt die Luft in Form von kleinen Blasen in den Scheitelbereich der Leitung. Eine Durchmischung wie bei der pneumatischen Förderung oder eine Beschleunigung der Fließgeschwindigkeit wie beim Nachblaskompressor findet nicht statt.

In der Regel handelt es sich um ‚Alibi-Aggregate‘, die in keinster Weise den Sinn, nämlich die Verhinderung von Fäulnisbildung, erfüllen können.