Druckleitungen mit Hoch- und Tiefpunkten

Höhenplan

Die Druckleitungen können bei unserem System parallel zur Geländeoberkante, in frostfreier Tiefe, verlegt werden.

Hoch- und Tiefpunkte entlang der Trasse werden problemlos überwunden.

Da das Abwasser mittels Druckluft transportiert wird und eine Anreicherung des Abwassers mit Sauerstoff erwünscht ist, brauchen Hochpunkte nicht entlüftet werden.

Entleerungs- oder Reinigungsöffnungen an den Tiefpunkten sind nicht erforderlich, da die Reinigungswirkung durch den Nachblasvorgang erreicht wird.

Die Verlegung der Druckleitungen ist deswegen kostengünstig und zeitsparend.

Die Berechnung der Druckleitungen = Ermittlung des günstigsten Rohr-Innendurchmessers sowie der geodätischen und manometrischen Druckhöhe zur Bestimmung der optimalen Anlagenbemessung erfolgt mit eigens von uns entwickelter Software.

Gefälledruckleitungen

Bei Strecken mit natürlichem Gefälle oder Dükern, in Verbindung mit geringen Abwassermengen bzw. längeren Trockenperioden, ist es häufig sinnvoll, unser pneumatisches System einzusetzen.

Der Vorteil ist, daß durch die erhöhten Fließgeschwindigkeiten und Turbulenzen beim Nachblasvorgang Schwerstoffe fortgeschwemmt werden sowie eine Sielhautbildung verhindert wird.

Dadurch entstehen keine Geruchsbelästigungen oder Korrosionsschäden an Bauwerken.

Aufgrund der gegenüber einer Freispiegelleitung kleineren Druckleitung ergeben sich darüber hinaus geringere Baukosten. Schächte sind nicht erforderlich.

Lange Druckleitungen

OEKERMANN - KompressorenMit unserer Fördertechnik können größere Entfernungen, angefangen von einigen hundert Metern, bis zu mehreren Kilometern Leitungslänge überwunden werden.

Die Anlagen sind mit einer Nachblasautomatik zur Reinigung und intensiven Luftzuführung in die Druckleitung zu Zeiten geringen Abwasseranfalls ausgerüstet. Bei dem Nachblasvorgang wird die Druckleitung weitgehend entleert.

Schwefelwasserstoffbildung aufgrund zu langer Verweilzeiten unter Luft-/Sauerstoffabschluß wird sicher ausgeschlossen.

Beim Nachblasvorgang wird die Strömungsgeschwindigkeit des Abwassers deutlich erhöht. Dabei entstehen in der Druckleitung turbulente Strömungen.

Alle evtl. entstandenen Ablagerungen aus vorhergehenden Förder- oder Ruhephasen werden aufgewirbelt und mit dem Abwasserstrom mitgerissen.

Gleichzeitig erfolgt bei dem Nachblasvorgang eine intensive Reinigung des Übergabeschachtes auf der Kläranlage bzw. in die Freigefällekanalisation.

Während des Abwasser-Fördervorganges kann wegen des späteren Nachblasens auf die Einhaltung von sonst üblichen Mindestfließgeschwindigkeiten verzichtet werden, dadurch ergibt sich eine hohe Wirtschaftlichkeit.

Auch bei sehr langen geschlossenen Druckrohrleitungen ist unterwegs eine zusätzliche Belüftung oder sogar ein Sauerstoffeintrag nicht erforderlich.